<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
    <title></title>
    <link>http://www.dieter-stappert.com/de/</link>
    <description></description>
    <language>en-us</language>           
    <generator>Nucleus CMS v3.23</generator>
    <copyright>©</copyright>             
    <category>Weblog</category>
    <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
    <image>
      <url>http://www.dieter-stappert.com/de//nucleus/nucleus2.gif</url>
      <title></title>
      <link>http://www.dieter-stappert.com/de/</link>
    </image>
    <item>
 <title>Eine Nachricht der Familie</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=140</link>
<description><![CDATA[<b>Liebe Freunde, liebe Motorsport-Fans.<br />
<br />
Leider hat sich Dieter nicht mehr von den Folgen seines schweren Herzinfarkts im Juni erholt. Er ist gestern, am 17. Oktober, gestorben, wenige Tage nach seinem 66. Geburtstag. Sein Tod hinterlässt eine Lücke in unserem Leben, die sich nie wieder schliessen wird. Wir empfinden Trauer und tiefen Schmerz, aber auch Erleichterung darüber, dass sein monatelanges Leiden nun zu Ende gegangen ist. Vor allem empfinden wir Dankbarkeit für alles, was Dieter uns in seinem Leben und Wirken gegeben hat - seine Fürsorge, seine Lebensfröhlichkeit, seine Liebe.<br />
<br />
Seine Leidenschaft für den Motorsport war unübertroffen. Er hat sie sich über 40 Jahre lang zum Beruf gemacht - als Journalist, als BMW-Rennleiter, als Fernsehkommentator, zuletzt als Teammanager des 250er-Motorrad-Teams von Yamaha Indonesia. Dieter hat den ganzen "Zirkus" (wie er es selbst ausgedrückt hätte) vor allem der Menschen und der Freunde wegen geliebt, die er dort hatte. Wir wissen, wie glücklich er war und wie er seine Arbeit in erfolgreichen wie auch in schwierigen Zeiten immer voll genossen hat.<br />
<br />
Wir möchten uns bei allen Freunden herzlich für die Anteilnahme und die Zuneigung bedanken, die Dieter und wir in den letzten, schmerzvollen Monaten erfahren haben.<br />
<br />
Helga und Christoph Stappert</b>]]></description>
 <category>Allgemein</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=140</comments>
 <pubDate>Sat, 18 Oct 2008 15:33:41 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Bitte benutzen Sie die internationale Version dieser Seite</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=139</link>
<description><![CDATA[Zu finden unter:<br />
<br />
<a href="http://www.dieter-stappert.com/en/">http://www.dieter-stappert.com/en/</a><br />
<br />
Vielen Dank!]]></description>
 <category>Allgemein</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=139</comments>
 <pubDate>Fri, 1 Aug 2008 09:05:00 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Montmelo, Sonntag Zu kalt in Catalunya</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=138</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080608-07GP_14AllesChecktData.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080608-07GP_14AllesChecktData.jpg" width="200" height="150" alt="Sepp und Co. checken nach dem Rennen die Motordaten" title="Sepp und Co. checken nach dem Rennen die Motordaten" /><br />Sepp und Co. checken nach dem Rennen die Motordaten</a><br />
<br />
Diese katalanische Rennwochenende war schon eine arge Berg- und Tal-Bahn für uns. Freitag morgen alles gut. Freitag Nachmittag, na ja, soso. Samstag Vormittag grosse Fortschritte. Samstag Nachmittag grosse Enttäuschung. Sonntag morgen im Warm-up scheinbar alles klar, und dann im Rennen – ich weiss gar nicht, was ich sagen soll. Doni hatte praktisch während des gesamten Rennens ein grösseres Motoren-Problem. Das einzig vorerst Positive ist die Tatsache, dass wir glauben, die Ursachen zu kennen. Und wir werden ganz sicher alles unternehmen, um sicherzustellen, dass dies nicht mehr vorkommt. Es war ein weiteres Finish für Doni, und wir sind dankbar, dass er nicht aufgegeben hat. Aber ein befriedigendes Finish brachte dieser Catalunya-Grand-Prix ganz gewiss nicht.<br />
Das seltsame katalanische Wetter setzte sich am Samstag abend fort. Die Wetterfrösche hatten uns ab Samstag nachmittags Sonne und höhere Temperaturen vorausgesagt, aber stattdessen schüttete es abends wie aus Kübeln. Erst am frühen Morgen hörte der Regen auf, und die vielen Fans ausserhalb der Strecke in ihren Zelten konnten einem nur leid tun. Anzunehmen, dass auch die vielen Kneipen-Stände rundherum nicht den erwarteten Umsatz machten….<br />
<br />
Als wir Sonntags morgen mit unserem Warm-up dran waren, war die Strecke jedenfalls noch nass. Also überhaupt keine Frage, mit welchen Reifen wir Doni rausschicken würden. Nach etwa zehn Minuten gab es so etwas wie eine trockene Linie, was etliche Fahrer veranlasste, für die letzten Runden Slicks aufzuziehen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080608-07GP_15CheckTimesWup.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080608-07GP_15CheckTimesWup.jpg" width="200" height="150" alt="Doni schaut sich die Warm-up-Zeiten an" title="Doni schaut sich die Warm-up-Zeiten an" /><br />Doni schaut sich die Warm-up-Zeiten an</a><br />
<br />
Wir selber haben uns damit nicht aufgehalten. Das Warm-up ist nichts weiter als eine Funktionsprobe, die Zeiten von nebensächlicher Bedeutung. Als daher Doni sechs Minuten vor Schluss an die Box kam, um den Motor nach dem Einfahren zu checken, schickten wir ihn gleich auf Regenreifen wieder raus. Wir hielten es für besser, dass er noch drei Runden fahren konnte, als Zeit für einen Reifenwechsel zu verschwenden. Danach hätte er ohnehin kaum mehr Zeit für eine fliegende Runde auf dem neuen Gummi gehabt.<br />
<br />
Ausserdem schien klar zu sein, dass das Rennen bei einwandfrei trockenen Bedingungen über die Bühne gehen würde.<br />
<br />
Donis Rennstart war ein richtig guter, schon auf unserer Höhe war er an zwei oder drei Konkurrenten vorbeigezogen. Aber eingangs erste Kurve war er schon wieder Letzter. Die nötige Agressivität zu Beginn eines Rennens muss Doni sicher noch lernen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080608-07GP_16Start.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080608-07GP_16Start.jpg" width="200" height="150" alt="Das Feld geht auf die 23 Runden lange Reise" title="Das Feld geht auf die 23 Runden lange Reise" /><br />Das Feld geht auf die 23 Runden lange Reise</a><br />
<br />
Nach Unfällen von Locatelli und Takahashi in der ersten Runde und dem Zurückfallen von Toth beendete Doni die erste Runde auf P21. Nicht schlecht, dachten wir. Takahashi und Toth kamen wieder zum Fahren, und während es klar schien, dass uns der Japaner bald wieder holen würde, meinten wir, Toth hinter uns halten zu können. Als aber sowohl Takahashi als auch Toth nach Runde drei vor uns vorbeikamen, wunderten wir uns schon ein wenig. Ein Blick auf die Stoppuhr zeigte für Doni eine Rundenzeit von 1.59 an, acht Sekunden langsamer als normal, da war alles klar.<br />
<br />
Eingangs 4. Runde machte Doni alle möglichen Zeichen, auch schien der Motor manchmal wegzubleiben, aber trotzdem war uns alles ein Rätsel. Doni konnte Toth wieder überholen, aber eine Runde später tönte unser Motor wieder seltsam, und Donis Geschwindigkeit am Ende der Geraden war gerade mal 210 km/h, statt der üblichen 250.<br />
<br />
An der Boxenmauer haben wir uns gegenseitig angeschaut……<br />
<br />
…?????????????????????????????????<br />
<br />
Danach haben wir Robert aus der Box nach vorne gerufen, „hör dir mal an“, haben wir gesagt, „was unser Motor macht.“<br />
<br />
Doni kam vorbei, alles normal, auch die Rundenzeit.<br />
<br />
Nächste Runde, wieder alles normal. „Was wollts denn“, so Robert, „ist doch alles OK.“<br />
“Bleib nur hier”, haben wir gesagt, “vielleicht machts das aus.”	<br />
<br />
Unglücklicherweise war’s das nicht.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080610-DoniVorGomez.jpg&amp;width=800&amp;height=531&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=531');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080610-DoniVorGomez.jpg" width="200" height="132" alt="Frustration pur für Doni - Gomez kam wieder ran und vorbei" title="Frustration pur für Doni - Gomez kam wieder ran und vorbei" /><br />Frustration pur für Doni - Gomez kam wieder ran und vorbei</a><br />
<br />
Die Aussetzer gingen weiter. Wir erbten einen Platz, als Gomez wegen seines Frühstarts eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt bekam, aber anhand seiner Rundenzeiten danach war absehbar, dass er uns bald wieder holen würde.<br />
<br />
Da vorne einige Leute ausfielen, kamen wir bis auf Platz 18 nach vorne, und das war’s dann auch.<br />
<br />
Am Schluss habe ich nur noch gehofft, dass vorne keiner mehr stehen bleiben würde. Hätten wir wegen unseres technischen Problems den 16. Platz belegt anstelle eines 15., das wäre der absolute Alptraum bewesen.<br />
<br />
Doni war selbstverständlich nach dem Rennen bitter enttäuscht. Er hat einige Zeit gebraucht, bis er wieder in einem Zustand war, dass er uns erzählen konnte, was passiert war.<br />
<br />
“Schon in der dritten Runde begann der Motor auszusetzen. Zuerst nach dem Schalten vom 5. in den 6., dann auch in den unteren Gängen. Das grösste Problem war an den Kurvenausgängen, weil ich nie wusste, was der Motor machen würde: normal ziehen, oder stottern, oder fast ausgehen. Es war unmöglich, auch nur halbwegs einen Rhythmus zu finden. Irgendwie hörte es sich nach demselben Problem an, das ich letztes Jahr in Malaysia gehabt hatte.“<br />
<br />
Damals hatte irgendwas am Powervalve nicht funktioniert und hatte schlussendlich zu Donis Ausfall geführt. Aber das konnte es diesmal nicht sein, denn zwischendurch ist der Motor ja immer wieder normal gelaufen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080608-07GP_18DoniChecktResults.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080608-07GP_18DoniChecktResults.jpg" width="200" height="150" alt="Die Resultat-Listen waren nicht sehr erfreulich" title="Die Resultat-Listen waren nicht sehr erfreulich" /><br />Die Resultat-Listen waren nicht sehr erfreulich</a><br />
<br />
Als Sepp & Co. anschliessend die Daten überprüften, stellte man fest, dass einmal der Einser, und dann auch der Zweier-Zylinder ausgegangen war. „Ich glaube, dass der Motor bei 55 Grad ganz einfach zu kühl gelaufen ist“, meinte Sepp, „deswegen sind die Aussetzer auch immer nach den Schaltvorgängen aufgetreten. Bei anderen Motoren ist so eine Temperatur normal, aber die Yamaha verträgt das offenbar nicht. Wenn wir auf der Startaufstellung nicht noch einen Streifen vom Kühler runter gerissen hätten, wäre wohl alles OK gewesen. Aber wir dachten eben, es wird noch heisser, und wir wollten zu hohe Temperaturen vermeiden.“<br />
<br />
Ich bin ein absoluter technischer Laie, aber die simpelste Erklärung geht wohl so: Läuft der Motor zu kühl, dann stimmt irgendwann die Verbrennung nicht mehr. Stimmt die Verbrennung nicht mehr, zündet die Kerze nicht mehr dann, wenn sie soll. Und so entstehen die Aussetzer.<br />
<br />
Wir werden sicherstellen, dass dieses Problem in Zukunft nicht mehr auftritt.<br />
<br />
Noch etwas: Ich entschuldige mich für die geringe Anzahl an  Fotos. Zum Zeitpunkt, als wir unsere Heimreise antreten mussten, war von unserem Fotografen noch keine Audwahl eingelangt. Ich werde die Seite im Lauf des Montags updaten.<br />
<br />
1.	Simoncelli, Gilera<br />
2.	Bautista, Aprilia<br />
3.	Barbera, Aprilia<br />
4.	Debon, Aprilia<br />
5.	Lüthi, Aprilia<br />
6.	Pasini, Aprilia<br />
<br />
18.           Pradita, Yamaha<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=138</comments>
 <pubDate>Sun, 8 Jun 2008 16:37:07 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Montemelo, Samstag Hoffnung am Vormittag, Enttäuschung am Nachmittag</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=137</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_07DoniActionOben.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_07DoniActionOben.jpg" width="200" height="133" alt="Am Vormittag war Doni sehr flott unterwegs" title="Am Vormittag war Doni sehr flott unterwegs" /><br />Am Vormittag war Doni sehr flott unterwegs</a><br />
<br />
Was für ein seltsamer letzter Trainingstag in Catalunya ! Alles bestens am Morgen, als wir wirklich ganz bemerkenswerte Fortschritte verzeichnen konnten, und dann die Enttäuschung am Nachmittag, als wir weit davon entfernt waren, unsere Zeiten vom Vormittag zu wiederholen. Das Positive ist, dass wir nie Gefahr liefen, uns für den morgigen Catalunya-Grand Prix nicht zu qualifizieren. Aber nachdem Doni am Vormittag wirklich super Zeiten fahren konnte und mit Fahrern wie Laverty, Gomez und Toth gematcht hat, sind wir mit der Qualifikation alleine nicht mehr so richtig zufrieden. Wir hätten schon sehr gerne den einen oder anderen hinter uns gelassen, aber jetzt müssen wir uns mit dem 24. und letzten Platz abfinden.<br />
Im Gegensatz zu gestern verlief unser Freies Training heute morgen zu Beginn nicht sehr vielversprechend. Doni benötigte etliche Runden, um auch nur halbwegs in die Nähe unserer gestrigen Zeiten zu kommen. Das kann zum Teil aber auch mit den eher kühlen Belags-Temperaturen zu tun gehabt haben. Erst kurz bevor wir an der Reihe waren, hatte es einen kleinen Schauer gegeben. Allerdings war es trocken genug, dass alle mit Slicks ins Training gingen.<br />
<br />
Nach dem Einfahren neuer Kolben kam Doni seltsamerweise an die Box gefahren und meinte, wir sollten das Heck höher stellen. Wir konnten uns den Hintergrund seines Verlangens nicht so richtig erklären. In jedem Fall wurde vorerst nichts verändert, denn Doni fuhr zu diesem Zeitpunkt gut zwei Sekunden langsamer als gestern.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_08StefRobSeppCheckData.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_08StefRobSeppCheckData.jpg" width="200" height="150" alt="Stefan, Robert und Sepp beim Überprüfen von daten" title="Stefan, Robert und Sepp beim Überprüfen von daten" /><br />Stefan, Robert und Sepp beim Überprüfen von daten</a><br />
<br />
Als Doni wieder unterwegs war, machten wir uns natürlich Gedanken, wie er auf diese Idee hatte kommen können. Denn gestern war er ja mit dem Fahrwerk einwandfrei zufrieden gewesen. Die einzige Erklärung, die uns einfiel, war die, dass Doni möglicherweise gestern abend sich mit jemand anderen über seinen Sturz übers Vorderrad unterhalten hatte, und dass die Idee mit dem Höherstellen des Hecks aus dieser Quelle gekommen war.<br />
<br />
Im zweiten Turn fuhr Doni eine Sekunde schneller, aber es fehlte immer noch eine Sekunde zu unserer gestrigen Bestzeit.<br />
<br />
Anschliessend haben wir der Yamaha einen sehr weichen Hinterreifen verpasst, einen Qualifier, wenn man so will. Wir hatten das mit Doni gestern abends besprochen und ihm eingeschärft, dass er von Anfang an mit diesem Dunlop richtig pushen musste, um das beste rauszuholen. Doni war damit einverstanden, er wollte es probieren.<br />
<br />
Er fuhr dann auch tatsächlich schneller als vorher, benötigte aber doch drei Runden, um bis auf ein Zehntel an seine gestrige Bestzeit heranzukommen.<br />
<br />
Also haben wir ihn wieder reingeholt und für den letzten Turn jenen Reifen gegeben, den wir wohl auch im Rennen werden fahren können. Gestern war Doni mit diesem Dunlop sehr zufrieden gewesen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_09LastCheckStef.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_09LastCheckStef.jpg" width="200" height="133" alt="Noch ein letzter Check bevor es weiter geht" title="Noch ein letzter Check bevor es weiter geht" /><br />Noch ein letzter Check bevor es weiter geht</a><br />
<br />
Und danach trat etwas ein, auf was wir schon das ganze Jahr gewartet haben.<br />
<br />
In seiner ersten fliegenden Runde gelang Doni zum ersten Mal in diesem Jahr eine beste Sektorenzeit, und zum ersten Mal in diesem Jahr gelang es ihm auch, in der ersten fliegenden Runde mit einem neuen Reifen eine persönliche Bestzeit aufzustellen.<br />
<br />
“Ich war richtig überrascht”, erzählte uns Doni danach, dass die erste Runde schon so schnell gewesen war. Das hatte ich nicht erwartet. Danach habe ich weiter voll reingehalten, und die folgende war dann auch eine hohe 49er-Zeit. Leider bin ich danach etwas zu weit rausgetragen worden, sonst wäre auch diese Runde unter 1.50 gewesen, aber in der letzten habe ich es noch einmal geschafft.“<br />
<br />
Doni war auch mit dem Motor happy: „Gestern konnte ich dem spanischen Wild-Card-Fahrer nicht einmal im Windschatten folgen. Heute komme ich ihm im Windschatten näher, aber wenn ich rausfahre, dann bleibe ich fast stehen. Ich kann ihn nur am Ende der Geraden überholen, wenn ich wirklich gut auf der Bremse bin.“<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_10GirlsWaiting4Doni.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_10GirlsWaiting4Doni.jpg" width="200" height="150" alt="Spanische Fans hinter unserer Box" title="Spanische Fans hinter unserer Box" /><br />Spanische Fans hinter unserer Box</a><br />
<br />
Ein Zeichen dafür, dass Donis Performance grösseres Interesse ausgelöst hatte, waren drei hübsche junge Spanierinnen, die anschliessend hinter unserer Box auf Autogramme warteten und mit Doni fotografiert werden wollten….<br />
<br />
In der drei Stunden langen Pause vor unserem Qualifying frischte der Wind stark auf. Diese Tatsache war mit Sicherheit mit ein Grund dafür, dass das Abschluss-Training für uns enttäuschend verlief.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_11DoniPreparing.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_11DoniPreparing.jpg" width="200" height="133" alt="Letzte Vorbereitungen" title="Letzte Vorbereitungen" /><br />Letzte Vorbereitungen</a><br />
<br />
Zu Beginn verwendete Doni denselben Reifen wie im letzten Turn am Morgen, aber nach drei fliegenden Runden war er immer noch drei Sekunden von seiner Bestzeit entfernt.<br />
<br />
„Das Heck rutscht jetzt gewaltig“, erzählte er uns bei seinem ersten Stopp. Natürlich war am Fahrwerk nichts verändert worden. Die Bedingungen waren halt anders, und vor allem wehte den Fahrern auf der Geraden ein starker Gegenwind ins Gesicht.<br />
<br />
Für den zweiten Turn bekam Doni einen frischen Dunlop, er verbesserte sich etwas, aber war immer noch eine Sekunde von seiner Bestzeit entfernt.<br />
<br />
Für den letzten Turn bekam Doni noch einmal einen frischen Hinterreifen, denselben Typ, mit dem ihm am Vormittag die beiden 49er-Runden gelungen waren, aber mehr als 1.50,661 war nicht drin. Nach der grossen Anzahl von persönlichen Sektoren-Bestzeiten am Vormittag gelangen Doni am Nachmittag ganze zwei. Kein Wunder, dass wir so auch noch hinter den spanischen Wild-Card-Piloten Arcas zurückfielen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_12DoniAction.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_12DoniAction.jpg" width="200" height="133" alt="Schwierige Bedingungen am Nachmittag" title="Schwierige Bedingungen am Nachmittag" /><br />Schwierige Bedingungen am Nachmittag</a><br />
<br />
„Am Nachmittag ist es sehr schwer gewesen“, meinte ein sichtlich enttäuschter Doni später in der Box. „Der Motor ist auch nicht ganz so gut gegangen, vielleicht ein bisschen zu mager, und ich bin nur gerutscht. Morgen muss ich auf jeden Fall besser unterwegs sein.“<br />
<br />
Als wir später den Motor checkten, stellte Sepp zwar fest, dass das Triebwerk ein klein wenig auf der mageren Seite gelaufen war. „Für das Rennen wäre das nicht gut gewesen“, so Sepp, „aber im Training, wo man immer wieder rein- und rausfährt, das ist das überhaupt kein Problem.“<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080607-07GP_13NoSmiles.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080607-07GP_13NoSmiles.jpg" width="200" height="150" alt="Langsam machte sich Enttäuschung breit" title="Langsam machte sich Enttäuschung breit" /><br />Langsam machte sich Enttäuschung breit</a><br />
<br />
Sepp schien mit der Enttäuschung besser umgehen zu können als andere. „Ich habe das immer wieder mit jungen Piloten erlebt“, meinte er. „Denen geht es manchmal richtig locker von der Hand, aber wenn es dann plötzlich um die Startaufstellung geht, dann verkrampfen sie. Heute Nachmittag war ja gut zu sehen, dass in der ersten halben Stunde alle Fahrer grosse Probleme hatten, ihre normalen Zeiten zu fahren. Aber die erfahrenen Piloten schaffen es dann irgendwie doch, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen, und den jungen gelingt das halt meistens nicht.“<br />
<br />
Es war ein wenig die Wiederholung von gestern: Unsere Position in der Rangliste entspricht nicht wirklich unserer tatsächlichen Stärke. Wir müssen es morgen nur fertig bringen, unser Potential in die Realität umzusetzen.<br />
<br />
1.	Bautista, Aprilia, 1.45,636<br />
2.	Debon, Aprilia, 1.45,767<br />
3.	Barbera, Aprilia, 1.46,062<br />
4.	Simoncelli, Gilera, 1.46,295<br />
5.	Pasini, Aprilia, 1.46,363<br />
6.	Faubel, Aprilia, 1.46,594<br />
<br />
24.           Pradita, Yamaha, 1.50,450 (Zeit von gestern)<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=137</comments>
 <pubDate>Sat, 7 Jun 2008 19:05:28 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Montmelo, Freitag Doni verkürzt den Abstand nach vorne</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=136</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_01DoniAction.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_01DoniAction.jpg" width="200" height="133" alt="Doni bot heute eine beeindruckende Leistung" title="Doni bot heute eine beeindruckende Leistung" /><br />Doni bot heute eine beeindruckende Leistung</a><br />
<br />
Auch wenn wir nach dem heutigen ersten Qualifying auf unserem scheinbar traditionellen 23. Platz stehen, so muss ich doch sagen, dass die heutige Performance unsere beste im bisherigen Jahr gewesen ist. Noch nie zuvor ist es heuer Doni gelungen, in einer Trainingssitzung auf den 20. Platz zu fahren. Heute morgen hat er es geschafft. Nie zuvor war Doni nur 3.5 Sekunden hinter der Bestzeit zurück. Heute morgen hat er es geschafft. Es wäre sogar möglich gewesen, die Leistung vom Vormittag am Nachmittag zu wiederholen, denn bis etwa 10 Minuten vor Schluss lag Doni immer nahe oder auf dem 20. Platz, ehe er eingangs Haarnadel am Ende der Gegengeraden von der Strasse rutschte. Erst anschliessend kamen Gomez und Toth an ihm vorbei.<br />
Die Strecke hier in Catalunya mag nicht ganz so schwer sein wie jene von Mugello, aber sie ist immer noch schwer genug. Dass Doni auf einer so langen Strecke imstande war, den Abstand zur Spitze zu verkürzen, war schon beeindruckend.<br />
<br />
Das Freie Training heute morgen hat schon wie im Traum begonnen. Alles verlief so, wie wir es uns gewünscht hätten – nur dass man sich im Rennsport kaum jemals was wünscht, sondern einfach versucht, für alles bereit zu sein, was so alles passieren könnte.<br />
<br />
Doni hat zuerst wie üblich neue Kolben eingefahren. Eine ganze Reihe anderer Piloten machte dasselbe, und so war es nicht weiter verwunderlich, dass wir nach einer Viertelstunde immer noch auf dem 15. Platz lagen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_02RobDoni.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_02RobDoni.jpg" width="200" height="150" alt="Robert und Doni während eines kurzen Stopps" title="Robert und Doni während eines kurzen Stopps" /><br />Robert und Doni während eines kurzen Stopps</a><br />
<br />
Überraschend war die Tatsache, dass unser Abstand zur Spitze relative gering war. Und das blieb er auch bis zum Schluss dieser 60 Minuten – immer unterhalb von vier Sekunden.<br />
<br />
In seiner ersten fliegenden Runde nach dem Einfahren war Doni 1.52,9 gefahren, nur Bruchteile ausserhalb der letztjährigen Qualifikationszeit. Und allgemein war man der Ansicht, dass die Qualifikations-Marke in diesem Jahr höher sein würde, denn keiner konnte sich so richtig vorstellen, dass Bautista & Co. an die 1.45,0-Pole von Lorenzo im letzten Jahr herankommen könnten.<br />
<br />
In dieser ersten Stunde kam Doni insgesamt dreimal an die Box. Jedesmal erklärte er, was die Yamaha anstellte, jedes Mal wurde das eine oder andere an den Feder-Elementen verstellt, und jedes Mal fuhr er auf Anhieb schneller.<br />
<br />
Das war richtig beeindruckend.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_03GroupDebrief.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_03GroupDebrief.jpg" width="200" height="150" alt="Alle zusammen beim Meinungs-Austausch" title="Alle zusammen beim Meinungs-Austausch" /><br />Alle zusammen beim Meinungs-Austausch</a><br />
<br />
Später sollte er sagen, „das hat richtig Spass gemacht. Jedesmal, wenn ich Stefan und Robert was erklärt habe, haben sie irgendwas verstellt, und jedes Mal habe ich sofort eine Verbesserung gespürt. Die Strecke gefällt mir ganz gut. Ich bin zwar noch nicht überall hundertprozentig sicher, wie die Linie geht, aber ich fühle mich schon einigermassen wohl hier.“<br />
<br />
Ich muss jetzt mal gestehen, dass ich ein bisschen ein Statistik-Freak bin. Jedenfalls führe ich eine Reihe von Listen über unsere Performance. Darunter eine über die Entwicklung unserer Rückstände auf die jeweiligen Bestzeiten. Nach dem Freien Training heute morgen betrug unser Rückstand auf die Bestzeit 3,495 Sekunden, bei weitem der geringste in diesem Jahr. Der bisherige Bestwert waren 4,059 Sekunden nach dem ersten Freien Training in Le Mans gewesen. Man muss jedoch bedenken, dass die Bestzeit in Le Mans rund acht Sekunden kürzer war als diejenige heute morgen hier in Barcelona.<br />
<br />
Also haben wir dem Qualifying am Nachmittag mit Zuversicht entgegengeblickt. Wie sich herausstellen sollte, völlig zurecht.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_04SeppStefRobChecking.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_04SeppStefRobChecking.jpg" width="200" height="133" alt="Schön, dass Sepp wieder mal mit dabei war" title="Schön, dass Sepp wieder mal mit dabei war" /><br />Schön, dass Sepp wieder mal mit dabei war</a><br />
<br />
Bereits in seiner dritten Runde hat Doni seinen Bestwert von heute früh egalisiert. Danach fuhr er noch drei weitere 1.50er-Runden, ehe er für einen neuen hinteren Dunlop an die Box kam. Er bekam einen ganz neuen Reifen, den wir bisher in diesem Jahr noch nie verwendet hatten. In der ersten Runde hatte es noch den Anschein, als bereite Doni dieser neue Gummi Probleme, aber die zweite und dritte Runde brachten schon weitere Verbesserungen.<br />
<br />
Zu diesem Zeitpunkt des Qualifyings fuhren Baldolini, Doni, Laverty, Gomez und Toth alles Zeiten um die 1.50,4, gerade nur durch Sekunden-Bruchteile getrennt. Es war das erste Mal in diesem Jahr, dass wir im Kampf um die Plätze 19 bis 23 mitmischen konnten.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_05DoniAction.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_05DoniAction.jpg" width="200" height="133" alt="Auch am Nachmittag lief eigentlich alles gut........." title="Auch am Nachmittag lief eigentlich alles gut........." /><br />Auch am Nachmittag lief eigentlich alles gut.........</a><br />
<br />
In der vierten Runde dieses Turns hatte Doni allerdings nach dem dritten Sektor Verspätung. Am TV-Monitor war kein Sturz zu sehen gewesen, aber nachdem ich rauf zu Start und Ziel gegangen war und einen der IRTA-Offiziellen nach dem Verbleib unseres Fahrers gefragt hatte, erfuhren wir, dass Doni gestürzt war.<br />
<br />
Doni war schnell wieder zurück in der Box und fuhr auf der Ersatz-Yamaha wieder raus, aber leider funktionierten weder Motor noch Schaltautomatik einwandfrei, und das war’s dann.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080606-07GP_06Beschaedigt.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080606-07GP_06Beschaedigt.jpg" width="200" height="150" alt=".......ehe die Yamaha leicht ramponiert an die Box zurückgebracht wurde" title=".......ehe die Yamaha leicht ramponiert an die Box zurückgebracht wurde" /><br />.......ehe die Yamaha leicht ramponiert an die Box zurückgebracht wurde</a><br />
<br />
Aber keiner von uns war irgendwie enttäuscht. Doni war über sein Missgeschick ein bisschen verärgert, klar, und meinte: „Ich war eigentlich mit dem Qualifying ganz happy, und ich hatte mich gerade so halbwegs an den neuen Hinterreifen gewöhnt und versuchte das beste rauszuholen, aber dann ist mir eingangs der Haarnadel nach der Gegengeraden das Vorderrad weggerutscht.“<br />
<br />
Ziemlich entschlossen setzte er hinzu: „Morgen möchte ich auf jeden Fall 1.49 fahren.“<br />
<br />
Sepp, der nach drei Rennen, in welchen wir ohne seinen Rat und Erfahrung hatten auskommen müssen, diesmal wieder mit von der Partie ist, besprach anschliessend noch mit Robert & Co die diversen uns zur Verfügung stehenden Vorderreifen. Er schien der Meinung zu sein, dass der vordere Dunlop, den wir am Nachmittag verwendet hatten (ein anderer Typ als am Vormittag) für Doni vielleicht etwas zu hart gewesen sei. Wie immer die Entscheidung für morgen ausfallen wird, ich bin sicher, es wird die richtige sein.<br />
<br />
1.	Bautista, Aprilia, 1.46,547<br />
2.	Simoncelli, Gilera, 1.46,755<br />
3.	Barbera, Aprilia, 1.46,764<br />
4.	Pasini, Aprilia, 1.46,784<br />
5.	Aoyama, KTM, 1.46,856<br />
6.	Debon, Aprilia, 1.46,922<br />
<br />
23.           Pradita, Yamaha, 1.50,450<br />
<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=136</comments>
 <pubDate>Fri, 6 Jun 2008 19:55:30 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Montmelo, Donnerstag Ausserhalb des Racing Bermuda Dreiecks</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=135</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_01TafelConiglio.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_01TafelConiglio.jpg" width="200" height="150" alt="Hier geht's zum Hasen-Restaurant" title="Hier geht's zum Hasen-Restaurant" /><br />Hier geht's zum Hasen-Restaurant</a><br />
<br />
Jene von Euch welche diese Website seit längerer Zeit verfolgen, kennen meine Theorie vom „Racing Bermuda Dreieck“. Für die „Neuen“: als Racing Bermuda Dreieck bezeichne ich „Flughafen – Hotel – Rennstrecke“. Viele von uns leben ja innerhalb dieser drei Punkte, und auf die Dauer ist das bestimmt nicht das einzig Seligmachende. OK, niemand von uns wird aus unerfindlichen Gründen und ohne jegliche Spuren zu hinterlassen verschwinden, wie das mit Schiffen und Flugzeugen im echten Bermuda-Dreieck passiert ist, aber es gibt auch bei uns jede Menge Fallen. Jedermann, unabhängig von Job-Beschreibung und Position, tut gut daran, seine gewohnte Szene ab und an zu verlassen und sein Haupt-Augenmerk auf anderes Wesentliche zu richten.<br />
<br />
Man läuft sonst Gefahr, betriebsblind zu werden.<br />
Vor allem wenn uns der Rennkalender dazu zwingt, zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden zu bestreiten, tut man gut daran, in den Tagen dazwischen was anderes zu tun. So bekommt man Kopf und Gedanken frei. Es zeigt einem, dass es auch eine Welt ausserhalb des Rennsports gibt, eine Welt, in der Begriffe wie Vergaser-Abstimmung, Fahrwerk-Einstellung und Renn-Linie von absolut untergeordneter Bedeutung sind.<br />
<br />
Im Juni haben wir ja noch eine weitere strenge Woche, nämlich die GP’s von England und Holland. Aber mit allem Respekt gegenüber Donington und Assen ist es doch so, dass die Szenerie zwischen diesen beiden Rennstrecken nicht gerade überwältigend ist. Ganz abgesehen davon, dass Assen schon am Samstag stattfindet und man dadurch ohnehin einen Tag weniger zur Verfügung hat.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_02Seborga.jpg&amp;width=800&amp;height=542&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=542');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_02Seborga.jpg" width="200" height="135" alt="Das eher unbekannte Fürstentum von Seborga" title="Das eher unbekannte Fürstentum von Seborga" /><br />Das eher unbekannte Fürstentum von Seborga</a><br />
<br />
Zwischen Mugello und Catalunya allerdings gibt es Sehenswürdigkeiten, Kultur und Szenerie en masse, wie wir in den vergangenen Tagen wieder mal feststellen konnten. „Wir“, das waren Doni, Edmond, Hamzah, Stefan und ich. Während Robert und Roland ein paar freie Stunden auf der Fähre zwischen Civitavecchia und Barcelona verbrachten, erlebten wir eine Art vollgepfropfte Sightseeing-Tour.<br />
<br />
Manches war geplant, manches kam völlig überraschend.<br />
<br />
Das überraschende zuerst.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_03MiezeConiglio.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_03MiezeConiglio.jpg" width="200" height="150" alt="Im malerischen Seborga" title="Im malerischen Seborga" /><br />Im malerischen Seborga</a><br />
<br />
Nachdem wir Pisa, La Spezia und Genua passiert hatten, hielten wir vor der italienisch-französischen Grenze nach einem Platz fürs Mittagessen Ausschau. Autobahn-Tankstellen mit angeschlossenen Restaurants entsprechen nicht unbedingt meiner Idee von einem italienischen Essen, also haben wir beschlossen (OK: ich habe es beschlossen) bei Bordighera die Autobahn verlassen und in Richtung Berge zu fahren. Wir näherten uns einer Ortschaft namens Seborga, als ich am Strassenrand ein Schild mit der Bezeichnung „Principato di Seborga“ entdeckte, das Fürstentum von Seborga also. Ich kenne das Fürstentum von Monaco, und auch den Stadtstaat von San Marino, aber ein Fürstentum Seborga war mir bis dahin unbekannt. Überall sah man Flaggen und Wappen. Offenbar waren die Einwohner ungemein stolz auf ihr kleines Fürstentum.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_04SeborgaWappen.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_04SeborgaWappen.jpg" width="200" height="150" alt="Das Wappen des Fürstentums" title="Das Wappen des Fürstentums" /><br />Das Wappen des Fürstentums</a><br />
<br />
Ich habe mittlerweile folgendes in Erfahrung gebracht. 954 gehörte Seborga dem Grafen von Ventimiglia. 1079 wurde es ein Fürstentum innerhalb des Römischen Reichs, und danach wurde Seborga der erste und einzige Zisterzienser-Staat der Geschichte. Dabei blieb es bis 1729, als es an Vittorio Amadeo II verkauft wurde, dem Prinzen von Piemont und König von Sardinien. Anschliessend geriet Seborga seltsamerweise völlig in Vergessenheit. Es wurde weder in der Republik von Genua registriert, es fand keinerlei Erwähnung am Wiener Kongress von 1815, als die Mächtigen Europa unter sich aufteilten, und es blieb auch bei der Gründung der Italienischen Republik 1946 unbeachtet.<br />
<br />
Inzwischen wird in Seborga allerdings die Souveränität des italienischen Staates über den kleinen Hügel oberhalb der Riviera die Fiori, wie es heisst „de jure und de facto“ anerkannt.<br />
<br />
Das hindert allerdings die 362 Einwohner von Seborga nicht daran, wo nur immer möglich ihre Flaggen wehen und ihre Wappen strahlen zu lassen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_05TageskarteConiglio.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_05TageskarteConiglio.jpg" width="200" height="150" alt="Die Panzerotti waren der helle Wahnsinn" title="Die Panzerotti waren der helle Wahnsinn" /><br />Die Panzerotti waren der helle Wahnsinn</a><br />
<br />
Ja, genau: Wir haben dort auch wunderbar gegessen. Das Restaurant hiess Osteria del Coniglio, „Zum Hasen“, und die Gerichte, die uns aufgetragen wurden, waren schlichtweg sensationell.<br />
<br />
Unser nächster Stopp war Monte Carlo. Der dortige, berühmte Grand Prix war gerade acht Tage her, und die Stadt nach wie vor völlig überfüllt. Fast kam es einem vor, als seien noch mehr Menschen unterwegs als beim Rennen. Leitplanken, Boxengebäude, Tribünen und Werbetafeln befanden sich in verschiedenen Stadien des Abbaus, was dazu führte, dass die ohnehin engen Strassen des Fürstentums noch enger wurden. Man konnte sich kaum von der Stelle bewegen. Die schnellste Rennrunde des Grands Prix lag bei etwa 1 Minute und 17 Sekunden. Für unsere Runde im VW-Bus benötigten wir fast eine Stunde, und dabei haben wir nur einmal ein paar Minuten gehalten, um vom Casino zum Hafen runter zu schauen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_06DoniHafen.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_06DoniHafen.jpg" width="200" height="150" alt="Doni oberhalb des Hafens von Monte Carlo" title="Doni oberhalb des Hafens von Monte Carlo" /><br />Doni oberhalb des Hafens von Monte Carlo</a><br />
<br />
Für unsere Übernachtung hatten wir uns den kleinen Ort La Ciotat ausgesucht, etwa 30 km vor Marseille. Für mich persönlich birgt dieses kleine Städtchen, weit weg vom Glamour Monacos oder Cannes’, ein starkes „deja-vu“. Mit einem Schulfreund war ich vor 48 Jahren hier gewesen, grad nach dem Abschluss des Gymnasiums, im zarten Alter von 18 Jahren.<br />
<br />
Wir waren per Auto-Stopp unterwegs nach Barcelona. Als 18-jährige empfanden wir es von allergrösster Wichtigkeit, einmal Zeuge eines Stierkampfs zu werden. In La Ciotat waren wir in der Jugendherberge abgestiegen. Am nächsten Tag waren wir unterwegs zum Strand, als uns ein paar hübsche Französinnen entgegen kamen – offenbar waren die Mädel unterwegs zu einem anderen Beach. Also haben wir kehrt gemacht und sind ihnen gefolgt. Besser, Gesellschaft zu haben, dachten wir uns.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_07BayFiguerolles.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_07BayFiguerolles.jpg" width="200" height="150" alt="Die malerische Bucht von Figuerolles" title="Die malerische Bucht von Figuerolles" /><br />Die malerische Bucht von Figuerolles</a><br />
<br />
Wir waren halt 18…..<br />
<br />
Die Französinnen haben uns zu einer atemberaubenden Bucht geführt. Glasklares Wasser, hohe, seltsame Felsen links und rechts. Der höchste davon stellte eine Art Mischung zwischen Adler und dem Kopf eines Indianer-Häuptlings dar, unglaublich. Vor ein paar Jahren, als wir schon einmal von Mugello unterwegs nach Barcelona gewesen sind, habe ich versucht, diese Stelle meiner Jugend wieder zu finden, aber vergeblich. Vor zwei Jahren habe ich es geschafft, und seither komme ich immer wieder gerne hierher. Was mich am meisten fasziniert, ist die Tatsache, dass sich an diesem wunderschönen Fleckchen Erde fast nichts verändert hat.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_08Bungalows.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_08Bungalows.jpg" width="200" height="150" alt="Selbst die Bungalows passen sich der gemütlichen Szenerie an" title="Selbst die Bungalows passen sich der gemütlichen Szenerie an" /><br />Selbst die Bungalows passen sich der gemütlichen Szenerie an</a><br />
<br />
Die Calanque di Figuerolles, oder die “Unabhängige Republik von Figuerolles“, wie der Platz von den Besitzern (es ist seit 1956 dieselbe Familie) ist nach wie vor ein ruhiger Ort, frei für alle zugänglich. Nach wie vor tummeln sich Taucher in dem klaren Wasser. Der einzige Unterschied zu damals ist dass die kleinen Häuschen im Hintergrund zu einem malerischen kleinen Gastronomie und Beherbergungs-Betrieb umgebaut worden sind. Alles passt wunderbar zusammen.<br />
<br />
Ich hatte irgendwie befürchtet, dass sich ein stinkreicher Mogul dieses kleine Paradies unter den Nagel gerissen hat und als Privatvergnügen für sich und seine Kumpanen nutzt, oder dass irgendein Luxus-Resort die Bucht verschandelt. Aber alles ist wie vor 48 Jahren, eine ruhige, malerische, paradiesische Bucht. Unglaublich.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_09IndoStefFiguerolles.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_09IndoStefFiguerolles.jpg" width="200" height="150" alt="Das Team auf den Jugend-Spuren des Team-Managers" title="Das Team auf den Jugend-Spuren des Team-Managers" /><br />Das Team auf den Jugend-Spuren des Team-Managers</a><br />
<br />
Es war jedenfalls wieder mal schön, zu ein paar Wurzeln meiner Jugend zurückzukehren. Und es war nett zu sehen, wie auch die anderen Team-Mitglieder die Szenerie genossen haben.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_10DoniRoutesDeCrete.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_10DoniRoutesDeCrete.jpg" width="200" height="150" alt="Die Route des Cretes bietet malerische Blicke aufs Mittelmeer" title="Die Route des Cretes bietet malerische Blicke aufs Mittelmeer" /><br />Die Route des Cretes bietet malerische Blicke aufs Mittelmeer</a><br />
<br />
Am nächsten Tag ging es weiter nach Barcelona. Zuerst stand allerdings noch ein weiterer kurzer Szenerie-Umweg auf dem Programm. Natürlich hätten wir auf die Autobahn und geradewegs nach Marseille fahren können, aber wir sind stattdessen auf die Routes de Cretes, die ausserhalb von La Ciotat den Berg rauf geht und in teilweise atemberaubenden Passagen die Küste entlang in Richtung Westen führt. Man hat von dort oben wunderbare Ausblicke über das Mittelmeer.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_11RoutesDeCrete.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_11RoutesDeCrete.jpg" width="200" height="150" alt="Ein Paradies für Motorradfahrer und Mountain-Biker" title="Ein Paradies für Motorradfahrer und Mountain-Biker" /><br />Ein Paradies für Motorradfahrer und Mountain-Biker</a><br />
<br />
Die Strasse selbst ist wie geschaffen für Motorradfahrer und Mountain-Biker. Schnelle Kurven und Haarnadeln wechseln sich ab mit gewaltigen Steigungen und Gefällen.<br />
<br />
Danach ging es durch Marseille durch, über die Brücke nach Martigues in Richtung Camargue. Wir haben die Hauptstrasse bei Arles verlassen und sind raus zu dem kleinen Ort Ste. Marie des Mer. Unterwegs haben wir die Wildpferde der Camargue ebenso bestaunt wie eine Vielzahl von Flamingos und anderen Vögeln. Ste Marie selbst ist hauptsächlich bekannt als DIE Hauptstadt der Zigeuner. Deren stimmungsvolles Jahrestreffen hatten wir gerade um eine gute Woche versäumt, denn erst am 25. Mai hatte die Feier zu Ehren von Ste Marie Jacob stattgefunden.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080605-0607GpTrip_12StMarieDeMehrDenkmal.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080605-0607GpTrip_12StMarieDeMehrDenkmal.jpg" width="200" height="150" alt="Denkmal für die Camargue-Cowboys im Zentrum von Ste Maries de Mer" title="Denkmal für die Camargue-Cowboys im Zentrum von Ste Maries de Mer" /><br />Denkmal für die Camargue-Cowboys im Zentrum von Ste Maries de Mer</a><br />
<br />
Für den folgenden Lunch haben wir uns jenes Restaurant nahe Aigues Mortes ausgesucht, vor welchem die misten LKW’s standen, und danach ging es über Montpellier und Perpignan rein nach Spanien. Die Katalanen haben uns mit Nieselregen empfangen, aber das war egal.<br />
<br />
Wir hatten zwei wunderbare Tage ausserhalb des Racing Bermuda Dreiecks verbracht, und jetzt sind wir alle heiss und voll motiviert und haben einen klaren Kopf für die Aufgaben des kommenden Wochenendes.<br />
]]></description>
 <category>Allgemein</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=135</comments>
 <pubDate>Thu, 5 Jun 2008 11:49:43 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Mugello, Sonntag Im Ziel, aber wieder ein einsames Rennen</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=134</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_16IndonesiansInTuscany.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_16IndonesiansInTuscany.jpg" width="200" height="150" alt="Doni, Edmond und Hamzah vor unserer wunderschönen Unterkunft nahe Mugello" title="Doni, Edmond und Hamzah vor unserer wunderschönen Unterkunft nahe Mugello" /><br />Doni, Edmond und Hamzah vor unserer wunderschönen Unterkunft nahe Mugello</a><br />
<br />
ch nehme an, dass wir mit dem, was wir in Mugello erreicht haben, zufrieden sein müssen: eine weitere Qualifikation für einen Grand Prix, und eine weitere Zielankunft. Es ist allerdings sehr verführerisch, mit diesem Erreichten, mit den langsamen Fortschritten, nicht zufrieden zu sein. Man muss einfach aufpassen, sich nicht zu Missmut hinreissen zu lassen. Ich selbst nehme mich davon gar nicht aus. Ich bin da durchaus gefährdet. Ich glaube zwar, dass wir beim heutigen Italien-Grand-Prix nicht unbedingt den besten Doni gesehen haben, aber: es war ein weiteres Finish, und das ist alles, was zählt. Immerhin war es zu Jahresbeginn unser Ziel, uns für möglichst alle Grands Prix zu qualifizieren, und möglichst viele Rennen zu beenden. Und daran hat sich nichts geändert.<br />
<br />
Es war uns klar gewesen, dass Mugello eine besondere Herausforderung darstellen würde. Diese Strecke ist zwar eine der schönsten, aber gleichzeitig auch eine der schwierigsten. Und wenn man in Betracht zieht, wo wir Freitag abends gewesen sind, vier Sekunden langsamer als der geforderte Qualifikations-Wert, und daher in einer ziemlich aussichtslosen Position, dann muss man die heutige Zielankunft schon als Fortschritt bezeichnen.<br />
<br />
Auch wenn es uns natürlich lieber gewesen wäre, hätten wir den Spanier Gomez auf seiner Aprilia hinter uns lassen können……<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_17DoniAlone.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_17DoniAlone.jpg" width="200" height="133" alt="Unterwegs während des Warm-ups" title="Unterwegs während des Warm-ups" /><br />Unterwegs während des Warm-ups</a><br />
<br />
Unser Warm-up ist nicht richtig ermutigend gewesen. Wenn überhaupt, dann war es eher niederschmetternd, wenigstens für mich. Ich hatte irgendwie gehofft, dass Doni seine Form von gestern Vormittag wieder finden würde. Leider vergeblich.<br />
<br />
OK, er ist zuerst frische Kolben eingefahren, das kostet ein bissl Zeit.<br />
<br />
OK, er hat auch die Reifen von gestern Nachmittag verwendet, aber das machen wir fast immer, denn dem Fahrer soll das Gefühl vermittelt werden, wie sich die Maschine in der zweiten Rennhälfte anfühlen wird.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_18DoniWartet.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_18DoniWartet.jpg" width="200" height="133" alt="Warten dass es endlich losgeht" title="Warten dass es endlich losgeht" /><br />Warten dass es endlich losgeht</a><br />
<br />
Jedenfalls haben wir das Warm-up am 23. und letzten Platz beendet, aber das ist jetzt nicht das Wesentliche. Wir hatten gehofft, dass wir nahe an Gomez’ Aprilia herankommen könnten. Aber der Spanier war nicht nur eine halbe Sekunde schneller als wir, sondern fuhr auch eine ganze Reihe von 59er-Zeiten, gegenüber nur von Doni. Wir hatten jedenfalls kaum Hoffnung, dass Doni im Rennen mit seinem Rookie-Kollegen würde mithalten können.<br />
<br />
Donis fehlende Konstanz, vor allem am Ausgang der letzten Kurve, verursachte nach wie vor Kopfzerbrechen. Von einer Runde zur anderen wechselte der Top-Speed am Ende der Geraden um sage und schreibe 16 km/h. Ich bin überzeugt, dass sich dadurch auch kein Gefühl für den Bremspunkt am Ende der Geraden einstellen kann: Es ist doch ein riesiger Unterschied, ob man mit 241,3 oder 257,6 km/h auf die erste Kurve zuschiesst.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_19TheStart.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_19TheStart.jpg" width="200" height="150" alt="Rotlicht aus, auf geht's !" title="Rotlicht aus, auf geht's !" /><br />Rotlicht aus, auf geht's !</a><br />
<br />
Donis Rennstart war völlig in Ordnung, und er konnte in der ersten Aufwärts-Phase sogar den einen oder anderen überholen. Aber eingangs der ersten Kurve waren bis auf Gomez alle anderen wieder vorbei, und am Schluss der ersten Runde hatte uns auch Gomez überholt.<br />
<br />
Und auch wenn wir wussten, dass wir normalerweise gegen den Spanier keine Chance haben würden, so war doch etwas Hoffnung da, und in den ersten Runden schaute es gar nicht so schlecht aus.<br />
<br />
Gomez fuhr in der 2. Runde 1.59,617, Dini 1.59,507<br />
<br />
Gomez 3. war eine 1.58,963, Doni fuhr 1.59,676.<br />
<br />
Der Abstand wurde ein bisschen grösser.<br />
<br />
4. Runde: Gomez 1.59,100, Doni 1.59,219<br />
<br />
5. Runde: Gomez 1.58,976, Doni 1.58,849<br />
<br />
6. Runde: Gomez 1.58,622, Doni 1.58,756.<br />
<br />
Wir lagen immer noch auf Tuchfühlung zum Spanier.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_20DoniChasingGomez.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_20DoniChasingGomez.jpg" width="200" height="133" alt="Doni noch knapp hinter Gomez" title="Doni noch knapp hinter Gomez" /><br />Doni noch knapp hinter Gomez</a><br />
<br />
Leider wurde ab der 7. Runde alles anders.<br />
<br />
Ein paar Ränge vor uns war Lai mit seiner Aprilia von der Fahrbahn abgekommen, die gelben Flaggen hatten Doni mehr aus dem Konzept gebracht als Gomez. Lai flog von hinten heran, rauschte an Doni vorbei, der etwas aus dem Rhythmus kam, in der Folge drei Runden über 2.00 produzierte, und Gomez war auf und davon.<br />
<br />
Wir haben es in dieser noch relativ jungen Saison schon oft gesehen: sowie es rund um Doni Verkehr gibt, wird der Indonesier etwas konfus und verliert seinen Rhythmus. Das einzige Mal wo das nicht passiert ist, war in China, wo sich Doni das ganze Rennen mit anderen Piloten herumgeschlagen hat. Das ist eigentlich der Beweis dafür, dass er es kann, aber nur zu oft gelingt es ihm einfach nicht. Wir sagen ihm immer wieder, dass er schon im Training versuchen muss, sich an andere Fahrer anzuhängen, und dass er überhaupt nicht darauf achten soll, wenn ein anderer vorbei will. Wenn einer überholen möchte, dann wird er das schon fertig bringen.<br />
<br />
Jedenfalls vergrösserte Gomez seinen Vorsprung auf vier, dann fünf, dann sechs Sekunden, und uns war klar, dass der Rest von Donis Rennen einsam sein würde.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_21DoniVeryMuchAlone.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_21DoniVeryMuchAlone.jpg" width="200" height="133" alt="Mutterseelenalleine in den Hügeln der Toskana" title="Mutterseelenalleine in den Hügeln der Toskana" /><br />Mutterseelenalleine in den Hügeln der Toskana</a><br />
<br />
Aber er ist zu Ende gefahren, und auch wenn er selber anschliessend alles andere als glücklich wirkte, so war es doch ein weiteres Finish.<br />
<br />
“Unterwegs benahm sich der Motor ein paar Mal seltsam”, erzählte Doni später. „Einmal wollte ich vom 3. in den 4. schalten, und auf einmal zog der Motor kurzfristig nicht richtig. Dasselbe passierte später noch ein paar Mal zwischen 5. und 6. Gang. Anschliessend war wieder alles ok.“<br />
<br />
Als Robert später die Daten checkte, sah er, dass tatsächlich in der 3. Runde (als Doni 7 Zehntel auf Gomez verlor) beim Schaltvorgang vom 3. in den 4. der 1er-Zylinder kurzfristig die Arbeit einstellte. Und später passierte dasselbe noch zweimal, nach dem Schalten in den Sechser. Abgesehen davon lief der Motor einwandfrei, und auch wenn diese Kleinigkeiten keine grosse Auswirkung gehabt haben sollten, so kann das bei einem unerfahrenen Piloten schon für Konfusion sorgen.<br />
<br />
Es war dann auch erfrischend, Doni später sagen zu hören, „ich habe mit dieser Strecke immer noch grosse Schwierigkeiten. In manchen Passagen suche ich permanent nach der richtigen Linie.“ Es ist auch ein Zeichen von Fortschritt, wenn ein Fahrer bekennt, dass er selber nicht ganz auf der Höhe seiner Fähigkeiten war.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080601-06GP_22RossiFans.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080601-06GP_22RossiFans.jpg" width="200" height="150" alt="Die Rossi-Fans wissen zu feiern" title="Die Rossi-Fans wissen zu feiern" /><br />Die Rossi-Fans wissen zu feiern</a><br />
<br />
Während ausserhalb des Fahrerlagers Tausende von verrückten italienischen Fans die drei heutigen Heimsiege feiern (Corsi/125, Simoncelli 250 und natürlich Rossi/MotoGP), packen wir unsere Sachen und machen uns morgen früh auf den Weg zum nächsten Rennen, dem Catalunya-Grand Prix am kommenden Wochenende.<br />
<br />
1.	Simoncelli, Gilera<br />
2.	Debon, Aprilia<br />
3.	Lüthi, Aprilia<br />
4.	Kallio, KTM<br />
5.	Pasini, Aprilia<br />
6.	Locatelli, Gilera<br />
<br />
17.           Pradita, Yamaha<br />
<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=134</comments>
 <pubDate>Tue, 3 Jun 2008 18:03:06 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Mugello, Samstag …….und plötzlich waren alle Probleme verschwunden !</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=133</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_08DoniAction.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_08DoniAction.jpg" width="200" height="133" alt="Am Samstag kam Doni richtig auf Touren" title="Am Samstag kam Doni richtig auf Touren" /><br />Am Samstag kam Doni richtig auf Touren</a><br />
<br />
Dieser Rennsport ist schon ein seltsames Geschäft. Gestern waren wir komplett daneben, um es mal vorsichtig auszudrücken. Nahezu vier Sekunden hinter der vorgeschriebenen Qualifikationszeit. Selbst wenn wir mit Problemen in Mugello gerechnet hatten – dass es so schwer, wenn nicht gar unmöglich sein würde, hatten wir nicht erwartet. OK, das Wetter war miserabel gewesen, aber trotzdem – vier Sekunden aufzuholen schien eine wohl eher unlösbare Aufgabe zu sein.<br />
<br />
Aber schon in den ersten Runden heute Vormittag sah alles ganz anders aus. Das kann natürlich durchaus mit der Anwesenheit von Thorsten Lannert alias Richy Müller zu tun haben. Der frisch-gebackene Stuttgarter Tatort-Kommissar hat uns wieder mal bei einem Rennen besucht, und die Erfahrung zeigt, dass immer, wenn Richy mit von der Partie war, unsere Performances in Ordnung gewesen sind.<br />
Aber lassen wir den Aberglauben mal beiseite.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_09RolandRichy.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_09RolandRichy.jpg" width="200" height="150" alt="Thorsten Lannert alias Richy Müller" title="Thorsten Lannert alias Richy Müller" /><br />Thorsten Lannert alias Richy Müller</a><br />
<br />
Das Wetter ist zum ersten Mal seit unserer Ankunft hier am Mittwoch halbwegs in Ordnung gewesen. Das hat es für alle, und in erster Linie natürlich für die Neulinge in Mugello, einfacher gemacht. Für uns waren die 60 Minuten des Freien Trainings ein gutes Beispiel dafür, welche Fortschritte ein Team mit gemeinsamen Anstrengungen machen kann.<br />
<br />
Es hatte natürlich alles gestern abend begonnen. Nachdem der Regen mal nachgelassen hatte, packte Robert Doni auf den Scooter und fuhr mit ihm noch einmal die Strecke ab. Es wurde oft angehalten, und Robert erklärte Doni in ziemlich klaren Worten („Ich habe es ihm richtiggehend eingetrichtert“), welche Linien er fahren musste. Wir hatten anschliessend den Eindruck, dass sich Doni diese Lektion ziemlich zu Herzen genommen hatte.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_10RobStefDoniDebrief.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_10RobStefDoniDebrief.jpg" width="200" height="150" alt="".....und hier habe ich Probleme beim Rausbeschleunigen"" title="".....und hier habe ich Probleme beim Rausbeschleunigen"" /><br />".....und hier habe ich Probleme beim Rausbeschleunigen"</a><br />
<br />
Dann haben wir gestern abend auch noch beschlossen, den Motor zu revidieren. Die neuen Kurbelwellen wären zwar erst nach dem Italien-Grand Prix fällig gewesen, aber nachdem Robert und Stefan festgestellt hatten, „dass die Kolben an den Seiten schon ziemlich angegriffen aussahen, und das ist eigentlich ein Zeichen, dass die Kurbelwellen-Lager am Eingehen sind“, wurde als Vorsichtsmassnahme das Service um zwei Tage vorgezogen. Das schien eine gute Wahl gewesen zu sein, denn schon nach den ersten Einfahr-Runden rauschte Doni – alleine, ohne Windschatten – mit 262,5 km/h die ansteigende Gerade von Mugello rauf. OK, heute war es trocken, also ist Doni auch schneller aus der letzten Kurve rausgekommen, aber wie auch immer: der revidierte Motor schien gut zu laufen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_11DoniRobert.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_11DoniRobert.jpg" width="200" height="133" alt="Kurzer Gedanken-Austausch" title="Kurzer Gedanken-Austausch" /><br />Kurzer Gedanken-Austausch</a><br />
<br />
Während der 60-Minuten-Sitzung kam Doni dreimal an die Box. Jedesmal gab es kleine Änderungen am Fahrwerk, und jeder Schritt schien in die richtige Richtung zu gehen.<br />
<br />
„Ich fühle mich heute viel sicherer als gestern“, meinte Doni anschliessend. „Noch ist in den Schikanen nicht alles perfekt, ich würde mir wünschen, die Richtungswechsel schneller vornehmen zu können, aber es wird immer besser.“<br />
<br />
Wir haben gestern abends auch noch die hintere Bremse auf das alte System zurückgebaut. Wir verstehen zwar einerseits nicht so richtig, wieso Doni mit dem neuen nicht zurechtkommt, aber wenn ein Fahrer mit einer bestimmten Komponente ein wie es scheint psychologisches Problem hat, wäre es dumm, dieses weiter zu verwenden. „Ich fühle mich mit der alten Bremse ganz einfach sicherer“, so Doni, „die passt mir besser.“<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_12DoniAction4.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_12DoniAction4.jpg" width="200" height="133" alt="Heute traf Doni die richtige Rennlinie schon bedeutend besser" title="Heute traf Doni die richtige Rennlinie schon bedeutend besser" /><br />Heute traf Doni die richtige Rennlinie schon bedeutend besser</a><br />
<br />
Während der Vormittag-Sitzung war ich natürlich immer darauf bedacht, unsere Position für die Qualifikation einzuschätzen. Nachdem diese Zeiten nicht für die Startaufstellung gelten, scheint am Zeiten-Monitor auch keine Qualifikationszeit auf, aber man kann sich das ja ohne Probleme selber ausrechnen.<br />
<br />
In der Folge habe ich die Entwicklung in 15-Minuten-Abständen aufgelistet:<br />
<br />
<br />
                    Bestzeit    Doni        Quali        Differenz<br />
15 Minuten    1.54,98    2.00,70    2.02,94     - 2.24<br />
30 Minuten    1.54,57    1.59,67    2.02,58     - 2.91<br />
45 Minuten    1.54,57    1.59,54    2.02,58     - 3.04<br />
60 Minuten    1.54,20    1.59,25    2.02,19     - 2.94<br />
<br />
(Leider ist die Tabelle etwas unübersichtlich, aber trotzdem hoffentlich verständlich)<br />
<br />
Wir waren also durchgehend rund drei Sekunden schneller als der theoretische Qualifikations-Wert.<br />
<br />
Und so hofften wir natürlich auf eine ähnliche Performance am Nachmittag, wenn es um die Wurst ging.<br />
<br />
Die Performance haben wir gekriegt, mehr oder weniger, aber zuerst hatten wir einige bange Augenblicke zu überstehen. Denn zu unserem Schrecken kam Doni nach der Out-Runden gleich wieder an die Box, weil die Kupplung rutschte. Es fasziniert mich immer wieder, in welcher Geschwindigkeit und Coolness Robert, Stefan und Hamzah mit derartigen Problemen zurechtkommen – ich nehme an, es ist eine Mischung aus Erfahrung und Erfahrung und Erfahrung….<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_13HamzahClutch.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_13HamzahClutch.jpg" width="200" height="150" alt="Hamzah beseitigt die Kupplungsprobleme" title="Hamzah beseitigt die Kupplungsprobleme" /><br />Hamzah beseitigt die Kupplungsprobleme</a><br />
<br />
Kaum fünf Minuten vergingen, und wir konnten Doni wieder rausschicken. Bereits in seiner zweiten Runde produzierte Doni eine Zeit, von der wir mit gutem Gewissen annehmen konnten, dass sie für die Qualifikation reichen würde. Es war ausgeschlossen, dass die Spitze noch um so vieles schneller fahren und der Qualifying-Wert noch weiter sinken würde.<br />
<br />
Natürlich war das für uns alle eine Riesen-Erleichterung, aber nun wollten wir uns weiter verbessern und auf jeden Fall vor der Gomez-Aprilia bleiben, wie schon am Morgen. Leider haben wir das nicht geschafft.<br />
<br />
Das war auch der Grund dafür, dass man, obwohl die Qualifikation geschafft war, anschliessend kaum strahlende Gesichter gesehen hat. Aber das zeigt halt auch, dass wir mehr wollen und mit der Qualifikation alleine nicht mehr zufrieden sind.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_14StefHamzahCarbs.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_14StefHamzahCarbs.jpg" width="200" height="150" alt="Während des Qualifyings wird noch schnell die Vergaser-Einstellung geändert" title="Während des Qualifyings wird noch schnell die Vergaser-Einstellung geändert" /><br />Während des Qualifyings wird noch schnell die Vergaser-Einstellung geändert</a><br />
<br />
Wir hatten nach dem Training am Vormittag die Gänge 4 bis 6 länger gemacht, aber irgendwie kamen wir im ersten Turn an die Speeds vom Vormittag nicht heran. Bei Donis erstem und einzigen Stopp wurde die Bedüsung geändert, und darauf gingen unsere Top-Speeds sofort nach oben. Allerdings gab es wie schon am Vormittag grössere Unterschiede von einer Runde zur anderen, und der Grund konnte eigentlich nur darin liegen, dass Doni von einer Runde zur anderen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus der letzten Kurve herausfuhr.<br />
<br />
Das konnte man von unserer Position an der Boxenmauer auch „hören“. Einmal schaltete Doni genau vor uns in den 6. Gang, dann wieder 300 Meter später.<br />
<br />
In Zahlen sah das so aus: In einer Runde wurde eine Höchstgeschwindigkeit von 262.5 angezeigt, bei einer Rundenzeit von 1.58,939. In der nächsten Runde sank der Top-Speed auf 249.2, aber die Rundenzeit war zwei Zehntel schneller. Ein weiteres Beispiel, vorletzte Runde: Top Speed 260.1, Rundenzeit 1.58,936. Letzte Runde: Top Speed 246.2, Rundenzeit 1.58,817.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080531-06GP_15KinoDoni.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080531-06GP_15KinoDoni.jpg" width="200" height="133" alt="Doni schildert Kino seine Eindrücke" title="Doni schildert Kino seine Eindrücke" /><br />Doni schildert Kino seine Eindrücke</a><br />
Mehr Erfahrung wird auch mehr Gleichmässigkeit bringen, hoffen wir.<br />
<br />
Nach dem Qualifying meinte Doni, dass er mit der geänderten Übersetzung nicht so ganz happy gewesen ist: „In manchen Schikanen sinkt die Drehzahl zu tief, und ich kann nur schwer rausbeschleunigen. Aber wir werden uns das jetzt am Data-Recording genau ansehen und dann entscheiden, was wir machen. In jedem Fall hoffe ich morgen auf einen guten Start und natürlich auch darauf, dass ich Gomez im Rennen schlagen kann.<br />
<br />
1.	Barbera, Aprilia, 1.52,675<br />
2.	Bautista, Aprilia, 1.53,447<br />
3.	Simoncelli, Gilera, 1.53,611<br />
4.	Kallio, KTM, 1.53,635<br />
5.	Pesek, Aprilia, 1.53,928<br />
6.	Poggiali, Gilera, 1.54,144<br />
<br />
23.           Pradita, Yamaha, 1.58,731<br />
<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=133</comments>
 <pubDate>Sat, 31 May 2008 19:11:17 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Mugello, Freitag Das wird ein beinharter Kampf…….</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=132</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_00DoniAction3.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_00DoniAction3.jpg" width="200" height="133" alt="Schwere Zeiten für Doni in Mugello" title="Schwere Zeiten für Doni in Mugello" /><br />Schwere Zeiten für Doni in Mugello</a><br />
<br />
Wir haben immer geahnt, dass die Qualifikation für den Italien-Grand-Prix in Mugello uns alles abverlangen würde. Und der erste Tag in den Hügeln der nördlichen Toskana hat gezeigt, dass unsere Ahnungen – oder Befürchtungen, wenn man will – durchaus berechtigt gewesen sind. Während es nach dem Freien Training heute morgen noch gar nicht so aussichtslos ausgesehen hat, gab es am verregneten Nachmittag ein ziemlich böses Erwachen. Es sieht so aus, als würden wir für die Qualifikation ein kleines Wunder benötigen. Der erforderliche Wert für die Qualifikation liegt derzeit bei 2.14,510. Donis Bestzeit ist fast vier Sekunden langsamer.<br />
<br />
Aber selbstverständlich geben wir nicht auf, selbst wenn die erforderliche Verbesserung kaum machbar erscheint. Morgen ist ein neuer Tag, und wir werden bis zum Letzten kämpfen.<br />
Diesmal haben wir die Anreise zum GP Italien schon einen Tag früher begonnen – Dienstag statt Mittwoch. Während Robert & Co. den Transporter in Richtung Toscana fuhren, hatte ich in unserer Wohnung in Villach ein paar Dinge zu erledigen und dachte, das sei eine gute Gelegenheit, unseren indonesischen Mitarbeitern ein paar von Österreichs Schönheiten vor Augen zu führen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_01BeautiCarinthia.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_01BeautiCarinthia.jpg" width="200" height="150" alt="Kärnten ist ganz einfach wunderschön" title="Kärnten ist ganz einfach wunderschön" /><br />Kärnten ist ganz einfach wunderschön</a><br />
<br />
Also haben wir bald einmal die Autobahn verlassen und sind über Obertauern und den Katschberg nach Kärnten gefahren, dann entlang des Millstättersees nach Radenthein, haben beim dortigen Metzgerwirt, einem der besten Restaurants Kärntens, ein wunderbares Mittagessen zu uns genommen, und sind schliesslich gegen 15.00 Uhr in Villach gelandet.<br />
<br />
Dort haben wir zuerst, neben meinen persönlichen Anliegen, sämtliche Antragsformulare für die US-Visa ausgefüllt, die Doni, Edmond und Hamzah im September benötigen. Anschliessend war noch Zeit genug für eine Fahrt rund um Ossiachersee und Faakersee, und mit einem gemütlichen Abendessen im Villacher Brauhof haben wir den ersten Tag unserer Anreise nach Mugello ausklingen lassen.<br />
<br />
Mittwoch ging es dann in aller Früh weiter. Wir sind in Villach bei strahlendem Sonnenschein aufgebrochen und haben danach leider verwundert feststellen müssen, dass das Wetter, je weiter wir nach Süden kamen, immer schlechter wurde.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_02LowClouds.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_02LowClouds.jpg" width="200" height="150" alt="Die Wolken hängen tief über den Hügeln von Mugello" title="Die Wolken hängen tief über den Hügeln von Mugello" /><br />Die Wolken hängen tief über den Hügeln von Mugello</a><br />
<br />
Hier in Mugello regnet es eigentlich seit Mittwoch Nachmittag mehr oder weniger ununterbrochen, mit nur ganz wenigen hellen Abschnitten dazwischen. Gestern abend gab es ein ungeheures Gewitter mit Blitz und Donner, und auch heute morgen begann es bald wieder mal zu nieseln.<br />
<br />
Während des Freien Trainings der MotoGP hörte der Regen kurzfristig auf, die Bahn begann abzutrocknen. Obwohl einige unserer Konkurrenten das Training bereits auf Slicks begannen, haben wir Doni zuerst mit Regenreifen rausgeschickt. Mugello ist ohnehin für einen Neuling schwierig genug, da wollten wir mit Slicks auf der feuchten Bahn kein unnötiges Risiko eingehen.<br />
<br />
Nachdem das Einfahren neuer Kolben beendet war, kam Doni ohnehin von selbst für Slicks an die Box.<br />
<br />
Also wurden vorne und hinten trockene Dunlops montiert, dazu das Fahrwerk geändert, und 43 Minuten vor Schluss der Sitzung konnte Doni wieder raus.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_03RolandSlickIn.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_03RolandSlickIn.jpg" width="200" height="150" alt="Weiter gehts auf Slicks" title="Weiter gehts auf Slicks" /><br />Weiter gehts auf Slicks</a><br />
<br />
Im Anschluss daran brachte Doni seine Zeiten stetig nach unten, kam zwischendurch mal rein für eine weitere Fahrwerk-Verstellung, und fuhr danach weiterhin recht ordentliche Zeiten.<br />
<br />
Doni war dabei regelmässig schneller als Gomez, der andere Mugello-Neuling im Feld.<br />
<br />
Zehn Minuten vor Schluss kam Doni wieder an die Box für eine weitere Änderung. Auch schien die Schaltung nicht wie gewünscht zu funktionieren. Während Stefan feststellte, dass die Schaltschwierigkeiten wohl eher am zu fett eingestellten Motor als an der Schaltung selbst lagen, begann es wieder zu regnen, und damit war unser Training vorzeitig zu Ende. Die verbleibende Zeit hätte nicht ausgereicht, um das Fahrwerk wieder für die nassen Bedingungen einzustellen und auch Regenreifen zu montieren.<br />
<br />
Für das nachmittägliche Qualifying gab es keinerlei Diskussionen bezüglich der Reifenwahl. Zu Beginn unserer Sitzung nieselte es zwar nur leicht, aber völlig ausreichend für Regenreifen, und nach etwa 20 Minuten wurde der Regen ohnehin wieder stärker.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_04MuchRain.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_04MuchRain.jpg" width="200" height="133" alt="......und dann regnet es weiter" title="......und dann regnet es weiter" /><br />......und dann regnet es weiter</a><br />
<br />
Also Regenreifen, keine Frage.<br />
<br />
Am Morgen war die theoretische Qualifying-Zeit bei 2.03,393 gelegen. Donis Bestzeit war 2.03,889 – na ja, dachten wir, so weit sind wir gar nicht weg. Das sollte zu schaffen sein.<br />
<br />
Aber der Nachmittag belehrte uns eines anderen. Meistens fuhren wir gut 5 Sekunden langsamer als erforderlich.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_05StefRobCheckPlug.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_05StefRobCheckPlug.jpg" width="200" height="150" alt="Alles in Ordnung mit der Bedüsung ?" title="Alles in Ordnung mit der Bedüsung ?" /><br />Alles in Ordnung mit der Bedüsung ?</a><br />
<br />
Nach den ersten drei fliegenden Runden kam Doni schon an die Box. Irgendwas nicht in Ordnung ? „Nein, nein, alles OK“, war seine Antwort. Wir haben zwar nicht verstanden, warum er dann reingekommen war, aber zur Sicherheit wurde alles gecheckt, dann ging’s wieder weiter. In diesem ersten Turn war Donis Bestzeit 2.25 gewesen, der Qualifying-Wert lag bei 2.19. Doni verbesserte sich im nächsten Turn auf 2.20, doch die Qualifikations-Marke war auf 2.15 gesunken. <br />
<br />
Während des zweiten Turns hatten wir Donis Fahrt auf dem TV-Monitor eine halbe Runde oder so verfolgen können. Was wir sahen, war nicht wirklich ermutigend, denn unser Youngster war dabei schon sehr zögerlich unterwegs, um es mal vorsichtig auszudrücken. Offensichtlich fehlte ihm auf dem rutschigen Untergrund jegliches Selbstvertrauen. Während die anderen Fahrer die gesamte Strassenbreite bis raus zu den „curbs“ nutzten, hatte Doni an jedem Kurvenausgang gut anderthalb Meter Platz.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_06DoniPasini.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_06DoniPasini.jpg" width="200" height="133" alt="Pasini überholt Doni auf dem Weg zur Pole" title="Pasini überholt Doni auf dem Weg zur Pole" /><br />Pasini überholt Doni auf dem Weg zur Pole</a><br />
<br />
Während dem dritten und letzten Turn, als es wieder stark regnete, fuhr Doni in seiner allerletzten Runde seine Bestzeit von 2.18,4. Gleichzeitig aber beendete Pasini seine Pole-Runde von 2.05,711, und das beweist, wie viel Grip trotz des starken Regens vorhanden war.<br />
<br />
„Ich habe ganz einfach kein Vertrauen“, bekannte Doni danach. „Ich suche auch noch nach den richtigen Linien. Manchmal fahre ich zu schnell in eine Kurve rein, und dann bin ich für die folgende Kurve völlig daneben. Ich bin auch so oft von anderen Piloten mit einem riesigen Geschwindigkeits-Unterschied überholt worden, das hat mich völlig konfus und aus dem Rhythmus gebracht.“<br />
<br />
Klar, dass Doni mit seiner Performance ganz und gar nicht zufrieden war, aber wir sind überzeugt, dass sich das meiste, was ihm fehlt, im Kopf abspielt. Er meinte auch noch, dass er mit denen hinteren Brembo-Bremsen, die wir hier wieder eingebaut haben, nicht glücklich ist. Wir verwenden zwar neue Beläge, welche die Bremse weniger aggressiv machen sollten, aber Doni meint dazu, „ich brauche nur ganz kurz das Pedal anzutippen, und schon bremst es brutal.“ Jedenfalls werden wir morgen wieder zum alten Nissin-System zurückwechseln.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080530-06GP_07DoniRobStefDebrief.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080530-06GP_07DoniRobStefDebrief.jpg" width="200" height="150" alt="Was können wir tun ?" title="Was können wir tun ?" /><br />Was können wir tun ?</a><br />
<br />
Diese hintere Bremse wird uns ziemlich sicher nicht um vier Sekunden schneller machen. Aber wir wollen alles unternehmen, um Donis Selbstvertrauen auf die Sprünge zu helfen, und dann sehen wir weiter.<br />
<br />
Es wird ein beinharter Kampf um die Qualifikation werden, das steht fest. Aber wir werden alles versuchen.<br />
<br />
1. 	Pasini, Aprilia, 2.05,711<br />
2.	Simoncelli, Gilera, 2.06,638<br />
3.	Barbera, Aprilia, 2.06,707<br />
4.	Aoyama, KTM, 2.07,838<br />
5.	Bautista, Aprilia, 2.07,876<br />
6.	Poggiali, Gilera, 2.07,911<br />
<br />
Qualifikations-Zeit: 2.14,510<br />
<br />
22. Pradita, Yamaha, 2.18,418<br />
<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=132</comments>
 <pubDate>Fri, 30 May 2008 19:52:05 +0200</pubDate>
</item><item>
 <title>Gauting, Montag früh Die Sache mit dem Glück</title>
 <link>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=131</link>
<description><![CDATA[<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_15Heartbroken.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_15Heartbroken.jpg" width="200" height="150" alt="Nach dem Ausfall war Donis Enttäuschung riesengross" title="Nach dem Ausfall war Donis Enttäuschung riesengross" /><br />Nach dem Ausfall war Donis Enttäuschung riesengross</a><br />
<br />
Ich glaube, ich habe es schon oft genug gesagt und geschrieben, uind ich hasse es eigentlich, mich zu wiederholen, aber manchmal lässt es sich nicht vermeiden: ich finde es nach wie vor unglaublich, wie nahe in unserem Sport Glück und Pech zusammenliegen können.<br />
<br />
Nehmen wir nur mal das vergangene Wochenende als Beispiel.<br />
<br />
Am Freitag lief alles sehr gut. Der Samstag war grauenhaft. Der Sonntag morgen begann mit einem nicht gerade berauschenden Warm-up. Am Start des Rennens gab es für einen unerfahrenen Piloten die schwierigsten Bedingungen, die man sich nur vorstellen kann. Und trotzdem produzierte Doni ein ganz fabelhaftes Rennen, kämpfte bis in die letzte Runde mit seinem spanischen Rookie-Kollegen Gomez – ehe er schliesslich unverschuldet in der allerletzten Runde einen übel aussehenden Sturz baute. Und bei 240 km/h, das darf man annehmen, war das wirklich ein fürchterlicher Unfall.<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_16DoniToth.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_16DoniToth.jpg" width="200" height="133" alt="Solange es feucht war, lag Doni vor Toth's Aprilia" title="Solange es feucht war, lag Doni vor Toth's Aprilia" /><br />Solange es feucht war, lag Doni vor Toth's Aprilia</a><br />
<br />
Natürlich war es Pech, ausgerechnet in der letzten Runde eines so tapferen Rennens zu stürzen, zumal Doni noch dazu nicht der Auslöser des Unfalls war. Andererseits kam Doni ohne Verletzungen davon, und da muss, bei einem Sturz mit so hohem Tempo, schon auch eine gehörige Portion Glück mit im Spiel sein.<br />
<br />
So viel also zu Glück und Pech. In Le Mans hatten wir beides gleichzeitig.<br />
<br />
Aber alles der Reihenfolge nach.<br />
<br />
Vor dem Warm-up waren wir alle ziemlich verunsichert gewesen – was konnten wir nach unserer seltsamen Performance vom Samstag wohl erwarten ?<br />
<br />
Anschliessend konnten wir nicht gerade behaupten, dass unsere Sorgen Erleichterung Platz gemacht hätten.<br />
<br />
Nach dem üblichen Kolben einfahren fuhr Doni etliche Runden weiter, und wir dachten eigentlich schon, dass er bis zum Ende dieser 20 Minuten draussen bleiben würde. Robert hatte Doni gesagt, dass er ruhig durchfahren sollte, wenn die Motor-Temperatur zwischen 55 und 65 Grad liegen würde. Aber sieben Minuten vor Schluss kam Doni in die Box. Die Temperatur liege bei 61 Grad, meinte er, aber hinten würde die Yamaha anfangen zu rutschen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_17StefDoniDebrief.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_17StefDoniDebrief.jpg" width="200" height="133" alt="Stefan und Doni besprechen die Fahrwerks-Abstimmung" title="Stefan und Doni besprechen die Fahrwerks-Abstimmung" /><br />Stefan und Doni besprechen die Fahrwerks-Abstimmung</a><br />
<br />
Stefan hat darauf den hinteren Stossdämpfer weicher eingestellt, und Doni ging wieder raus. Es war gerade noch Zeit für zwei fliegende Runden. Die erste war eine langsame 1.47, die zweite und letzte zwar unsere schnellste des Warm-up, aber die 1.45,8 waren auch nicht gerade spektakulär.<br />
<br />
„Als ich begann, etwas zu pushen“, so Doni später, „hatte ich nicht gerade ein sehr gutes Gefühl, die Yamaha ist hinten gleich gerutscht. Aber ich weiss natürlich, dass jetzt am Morgen die Belags-Temperaturen niedrig sind, und ich wollte nichts riskieren.“<br />
<br />
Aufgrund der niedrigen Temperaturen hatten wir Doni fürs Warm-up den weichsten Hinterreifen verpasst. Für den für 12.15 angesetzten Rennstart würde er jenen härteren Reifen bekommen, mit dem er gestern sehr zufrieden gewesen war.<br />
<br />
Aber trotzdem: die Temperaturen waren für alle niedrig, und die Tatsache, dass der andere Rookie im Feld, Gomez auf seiner Aprilia, über zwei Sekunden schneller gefahren war als wir, war kein Grund zur Erleichterung.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_18RobCheckEngine.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_18RobCheckEngine.jpg" width="200" height="150" alt="Robert beim Checken der Brennräume" title="Robert beim Checken der Brennräume" /><br />Robert beim Checken der Brennräume</a><br />
<br />
„Es ist schon seltsam“, meinte Robert, nachdem er anschliessend die Brennräume der beiden Zylinder inspiziert und alles für gut befunden hatte, „wir haben am Freitag so gut angefangen, aber seither irgendwie den Schwung verloren.“<br />
<br />
Die Wettervorhersage hatte uns ab Sonntag mittag Schauer prophezeiht. Am Morgen war der Himmel über Le Mans noch völlig klar gewesen, aber bei der Art und Weise, wie vom Atlantik die Wolken heranzogen, durfte man annehmen, dass die französischen Wetterfrösche vielleicht recht behalten würden.<br />
<br />
Und so begann es dann auch tatsächlich während des 125er-Grands Prix zu regnen. Das Rennen wurde abgebrochen und gemäss dem neuen Reglement – OK, das Reglement ist nicht wirklich neu, aber es kam zum ersten Mal zum Tragen – für das Minimum von fünf Runden neu gestartet.<br />
<br />
Bevor wir an der Reihe waren, hatte der Regen längst aufgehört. Die Sonne kam durch, die Strecke begann aufzutrocknen. Aufgrund der feuchten Hitze gab der Asphalt regelrechte Dampfwolken von sich. Und natürlich wussten wir vom Vortag, wie schnell die Bahn hier trocken wurde.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_19AsphaltDampft.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_19AsphaltDampft.jpg" width="200" height="150" alt="Der Asphalt dampft" title="Der Asphalt dampft" /><br />Der Asphalt dampft</a><br />
<br />
Während Stefan, Roland und Kino wie üblich zur Startaufstellung marschierten, blieben – ebenso üblich – Robert und ich an der Boxenmauer zurück. Die Reifen-Entscheidung würde erst kurz vor dem Start fallen, das war klar. „Bei Doni wird uns nichts anderes übrig bleiben als auf Nummer sicher zu gehen und Regenreifen zu verwenden“, meinte Robert, „bei ihm können wir keine Slicks riskieren.“ Ich konnte da nur zustimmen. Am TV-Monitor war zu erkennen, dass der Pole-Mann Alex Debon vorne und hinten Slicks drauf hatte, und je mehr die Zeit verging, desto klarer wurde auch uns, dass dies zwar eine etwas riskante, aber doch wohl richtige Entscheidung war.<br />
<br />
Zu unserer Überraschung erfuhren wir wenig später, dass sich auch unsere Leute für Slicks entschieden hatten, und zwar vorne und hinten.<br />
<br />
„Doni wollte mit Regenreifen starten“, erzählte Stefan, „aber wir konnten ihn überzeugen, dass es Slicks sein mussten.“<br />
<br />
Da es wieder ganz leicht zu nieseln begann, war ich nicht so sicher…<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_20ShortlyAfterStart.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_20ShortlyAfterStart.jpg" width="200" height="133" alt="Kurz nach dem Start, Doni ist an der Konkurrenz dran" title="Kurz nach dem Start, Doni ist an der Konkurrenz dran" /><br />Kurz nach dem Start, Doni ist an der Konkurrenz dran</a><br />
<br />
Doni schaffte einen passablen Start und kam nach der ersten Runde vor Toth auf P23 vorbei. In der nächsten Runde war Toth vorne, aber wieder eine Runde später war zu unserer nicht gelinden Überraschung Doni vorne und fuhr dem Ungarn weg. Gleichzeitig schien Doni auf die vor ihm liegenden Gomez, Locatelli und Wilairot Boden gutzumachen.<br />
<br />
Von der Boxenmauer aus konnten wir sehen – OK, „hören“ passt vielleicht besser – dass es Doni noch an Vertrauen zu den Bedingungen mangelte: etliche Male ging er relativ früh vom Gas, nur um gleich darauf festzustellen, dass man in die schnelle Rechts doch flotter einbiegen konnte, und so drehte er das Gas wieder auf.<br />
<br />
„Für mich waren das schon sehr schwere Verhältnisse“, sollte er uns nach dem Rennen erzählen. „Ich bin vorher noch nie mit Slicks auf einer feuchten Bahn gefahren. Ich war daher auch in den ersten Runden extrem vorsichtig, aber als ich merkte, dass ich trotzdem Boden auf Wilairot gutmachte, begann ich etwas zu pushen. Ich kam denen auch etwas näher, aber mit der Zeit fuhr mir die Gruppe wieder weg.“<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_21GomezDoni.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_21GomezDoni.jpg" width="200" height="133" alt="Hier liegt Gomez noch vor Doni........" title="Hier liegt Gomez noch vor Doni........" /><br />Hier liegt Gomez noch vor Doni........</a><br />
<br />
Gomez konnte allerdings das Tempo dieser Gruppe nicht mithalten, und in der 11. Runde kam Doni an dem Spanier vorbei. Für ein paar Runden hatte es den Anschein, als könnte Doni wegfahren, aber dann kam von hinten Pesek angerauscht (der Tscheche war gestürzt, konnte aber weiterfahren), und in seinem Schlepptau kam auch Gomez wieder an Doni heran und schliesslich auch wieder vorbei.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_22DoniGomez.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_22DoniGomez.jpg" width="200" height="133" alt="....aber bald ist Doni an dem Spanier vorbei" title="....aber bald ist Doni an dem Spanier vorbei" /><br />....aber bald ist Doni an dem Spanier vorbei</a><br />
<br />
Das seltsame an diesem Rennen war, dass fast alle Starter noch unterwegs waren. Man hätte meinen können, dass es gerade bei diesen Bedingungen Ausfälle hageln würde, aber das Gegenteil war der Fall.<br />
<br />
In der 15. Runde, als Gomez wieder an Doni vorbeikam, lagen wir immer noch auf dem 22. Platz.<br />
<br />
Elf Runden waren noch zu fahren, und es war schon jetzt klar, dass es heute keinen Punkt geben würde.<br />
<br />
Aber Doni war immer noch flott unterwegs und liess sich von Gomez keineswegs abhängen.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_23DebonLapsDoni.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_23DebonLapsDoni.jpg" width="200" height="133" alt="Debon feierte in Le Mans seinen ersten Grand-Prix-Sieg" title="Debon feierte in Le Mans seinen ersten Grand-Prix-Sieg" /><br />Debon feierte in Le Mans seinen ersten Grand-Prix-Sieg</a><br />
<br />
Im 16. Umlauf wurden wir vom überragenden Spitzenreiter Debon überrundet, und in den Runden darauf gab es immer wieder den einen oder anderen der richtig schnellen Leute, die dem spanisch-indonesischen Duo eine Runde abknöpften. Aber das war OK. Für uns war wichtig, dass Doni nicht aufgab, auch wenn der Kampf nunmehr nur um den 20. Platz ging (Abraham und Laverty waren inzwischen ausgeschieden).<br />
<br />
Eingangs der letzten Runde kam Doni wieder vor Gomez aus der engen Zielkurve heraus.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_24DoniFaubelBackground.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_24DoniFaubelBackground.jpg" width="200" height="133" alt="Der Anfang vom Ende: Doni, Gomez ist versetzt nicht im Bild, Faubel schon sichtbar" title="Der Anfang vom Ende: Doni, Gomez ist versetzt nicht im Bild, Faubel schon sichtbar" /><br />Der Anfang vom Ende: Doni, Gomez ist versetzt nicht im Bild, Faubel schon sichtbar</a><br />
<br />
Von unserer Position an der Boxenmauer konnten wie erkennen, dass knapp hinter Gomez die Werks-Aprilia von Faubel heranbrauste.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_25DoniGomezFaubel.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_25DoniGomezFaubel.jpg" width="200" height="133" alt="....noch ist Platz zwischen dem Trio, aber........" title="....noch ist Platz zwischen dem Trio, aber........" /><br />....noch ist Platz zwischen dem Trio, aber........</a><br />
<br />
Den Hügel rauf zog sich das Trio zusammen. Gomez versuchte aus Donis Windschatten rauszugehen, und ganz innen lag Faubel. Was anschliessend passierte ist nicht einfach nachzuvollziehen, alles ging rasend schnell. Ich glaube aber, dass Gomez, als Faubel innen an ihm vorbeiging, etwas nach links zog, und dort war bereits Doni. Jedenfalls erhielt unser Youngster an die rechte Schulter einen gehörigen Schlag von Gomez und flog von der Yamaha. Während diese alleine der Schikane entgegenfuhr, kugelte Doni durch das Kiesbett. Wie Robert später am Data Recording feststellte, hatte Doni sein Gerät bei gut 240 km/h „verlassen“.<br />
<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_26DoniCrashingYamahaSolo.jpg&amp;width=800&amp;height=533&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=533');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_26DoniCrashingYamahaSolo.jpg" width="200" height="133" alt="...Sekundenbruchteile später rutscht Doni am Asphalt dahin, und die Yamaha fährt alleine weiter" title="...Sekundenbruchteile später rutscht Doni am Asphalt dahin, und die Yamaha fährt alleine weiter" /><br />...Sekundenbruchteile später rutscht Doni am Asphalt dahin, und die Yamaha fährt alleine weiter</a><br />
<br />
“Ich hatte einen wirklich guten Zweikampf mit Gomez”, sollte uns Doni nach dem Rennen erzählen, nachdem er seinen Schock und die Enttäuschung überwunden hatte. „Ich war in den Kurven schneller als er, kam aber nicht vorbei, und auf den Geraden zog mir die Aprilia immer wieder weg. Aber ich wollte ihn unbedingt überholen und kam schliesslich ausgangs der vorletzten Runde vor Start und Ziel an ihm vorbei. Ich wusste, dass er den Hügel rauf eine gute Chance zum Überholen hatte, und so fuhr ich bestimmt schneller als je zuvor in diese schnelle Rechts. Dann weiss ich nur noch, dass ich auf meine rechte Schulter einen gewaltigen Schlag bekam. Zuerst hielt ich mich noch am Lenker fest, während der Rest von mir schon von der Yamaha weg war, dann liess ich los und machte mich so weich wie möglich. Als ich schliesslich im Schotter zum liegen kam, war mir bald klar, dass alles OK war. Die Yamaha war alleine weitergefahren und lag oben vor der Schikane, aber es war mir zu gefährlich, da rauf zu laufen, also bin ich gleich nach rechts über den Reifenstapel gesprungen.“<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_27TornLeather.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_27TornLeather.jpg" width="200" height="150" alt="Donis Lederkombi hat einiges abbekommen" title="Donis Lederkombi hat einiges abbekommen" /><br />Donis Lederkombi hat einiges abbekommen</a><br />
<br />
“Dieses Rennen hätte ich wirklich gerne zu Ende gefahren.”<br />
<br />
Doni hat einige Zeit gebraucht, bis er diese Kommentare von sich geben konnte.<br />
<br />
Als er mit seinem zerschundenen Leder in der Box ankam, war er zuerst so geschockt und enttäuscht, dass er nur seinen Kopf zwischen den Händen vergrub und gar nichts sagen konnte. Wahrscheinlich dachte er nur, dass das ja eigentlich alles gar nicht wahr sein konnte.<br />
<br />
<a href="index.php?imagepopup=2/20080519-05GP_28ConsolingDoni.jpg&amp;width=800&amp;height=600&amp;" onclick="window.open(this.href,'imagepopup','status=no,toolbar=no,scrollbars=no,resizable=yes,width=800,height=600');return false;"><img src="http://www.dieter-stappert.com/media/2/thumb_20080519-05GP_28ConsolingDoni.jpg" width="200" height="150" alt="Riding Coach Tony Garcia und Kino versuchen Doni zu trösten" title="Riding Coach Tony Garcia und Kino versuchen Doni zu trösten" /><br />Riding Coach Tony Garcia und Kino versuchen Doni zu trösten</a><br />
<br />
Natürlich haben wir alle Donis Enttäuschung verstehen können. Aber ich habe anschliessend versucht, ihm klar zu machen, dass er unbedingt das Positive aus diesem Rennen mitnehmen musste. Es gab keinen Grund, sich schlecht zu fühlen. OK, er hat den Grand Prix nicht beendet, aber das war nicht seine Schuld gewesen. Er hat bei schwierigsten Bedingungen, mit Slicks auf zuerst nasser Bahn, eine ganz feine Leistung abgeliefert – vor allem für ihn als Neuling waren die Verhältnisse grausam.<br />
<br />
Doni hat sich dann bald darauf gefangen. Als wir eine Stunde später mit unserem Bus zurück nach Deutschland unterwegs waren, hat er schon wieder gelacht und mit uns seine üblichen Scherze getrieben.<br />
<br />
1.	Debon, Aprilia<br />
2.	Simoncelli, Gilera<br />
3.	Pasini, Aprilia<br />
4.	Takahashi, Honda<br />
5.	Kallio, KTM<br />
6.	Poggiali, Gilera<br />
<br />
Pradita, DNF, Unfall, letzte Runde<br />
<br />
]]></description>
 <category>Rennberichte</category>
<comments>http://www.dieter-stappert.com/de/index.php?itemid=131</comments>
 <pubDate>Mon, 19 May 2008 03:26:36 +0200</pubDate>
</item>
  </channel>
</rss>